Konzept „Kunstboot“

Konzept "Kunstboot"

Die Idee ist aus der aktuellen Krisensituation "Corona" enstanden :
Große Teile der Bildenden und Darstellenden Kunst, Musik und Literatur suchen nach Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit. Gleichzeitig verändern sich notgedrungen Darstellungs-, Ausstellungs- und Auftrittsformen.Das Projekt "Kunstboot" ist ein aus- und aufbaufähiges Projekt.

Als bewegliche "Bühne im Offenen Raum" (ohne eingrenzenden Wände) zieht es durch die besondere Historie und dem Ambiente des Rheinauhafens gleichermaßen Künstler als auch Zuschauer an.

- Schmelztiegel "Stahl" als besonderer Begegnungsort und Impulsgeber.

Außer zu Kriegszeiten hat es noch nie für alle Menschen gleichzeitig so existenzielle Gefahren gegeben. Noch nie hat die Kunst diese Möglichkeit gehabt sich so intensiv den existenziellen Fragen zu stellen wie jetzt. Sie kann für die Menschen wieder wichtig sein.

Mögliche Projektformen

  • Skulpturausstellungen auf Deck, mit projiziertem Videofilmen von Detailaufnahmen, Entstehung und Interviews

  • Bildpräsentationen mit neuen Materialien und "Hängungen" (gedruckte Planen, Segeln, Folien etc.)

  • Film- und Digitale Kunst auf Leinwand und Flächen ( Kaimauer, Brückenpfeiler, freie Projektionen )

  • digitales Streaming mit Internetplattform und Podcast zu Eigenem und vom Kunstboot geförderten Projekten

  • Lesungen auf Deck (u.a. mit akustischer und digitaler Unterstützung)

  • Performance in ungewohnter Umgebung

  • Schauspiel auf Deck und experimenteller Umgebung

  • Musik auf Deck und Umgebung

  • Workshops auf Deck

Kunst soll wieder mehr als Kommunikationsmöglichkeit wahrgenommen werden.
Gezielt werden neue Zugangsformen und Kunstvermittlung abgestrebt.
Durch die ungewohnte Athmosphäre können auch neue Wahrnehmungen ermöglicht werden. Alles ist kleiner, alles ist neu und so kann zugewandte Kunst wieder Menschen erreichen.
Das wir Kunst und Kommunikation brauchen hat Corona mehr als deutlich gemacht.
Dieses Projekt trägt seinen Teil dazu bei.
Das Kunstboot wird während der Coronapandemie kostenlos zur Verfügung gestellt.

Konzept "offener" Projektraum

Die Bühne im Offenen Raum ist mit ihren 3-4 Ebenen als Bespielungs- und Ausstellungsfläche nutzbar. Die Gesamtlänge und -breite des Bootes ist 16 x 3,50 m.

  • 2 Heckflächen je ca 3 x 3m

  • Bugfläche ca 4 x 2m

  • Dachfläche ca 3 x 3m

Besondere Herausforderung an Künstler und Betrachter ist die kleine Ausstellungsfläche, auf der die Werke einen unendlich offenen Raum (und nicht unter Deck) bespielen müssen. Die schlichte Form des historischen Bootes und die terassenförmige Anordnung der Deckflächen sind der Sockel für das Gesamtkunstwerk. Die Künstler müssen sich einerseits fokussieren und gleichzeitig gibt es keine Wände, die die Wahrnehmung eingrenzen.

Ein Landschaftsbild im geschlossenen Raum hat eine ganz andere Wirkung und Funktion als das gleiche Bild ohne Rahmen mitten in einer Landschaft. Es werden neue Wirkungs- und damit auch Wahrnehmungsmöglichkeiten angeboten.
Anlegeflächen (Hafenmauer, Brückenpfeiler ,etc.) und auch Ausbauflächen (Ponton, schwimmende Inseln ) sind möglich und durchaus reizvoll.
Eine coronabedingte Herausforderung stellt sich mit der Frage, ob der oder die Kunstschaffende die Kunstinteressierten direkt an Bord holen möchten oder einen breiteren Publikumsraum schaffen möchte. Dies ist durch die Erhöhung von Hafenmauer, Steg o.ä. gut möglich.

Licht, Beleuchtung und Wetter betonen ebenfalls die Besonderheit der "Bühne im Offenen Raum".

Das Kunstboot